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Die Geschichte einer ganz besonderen Renn-Puch

Auch schon vor dem 2 W.K. baute man bei Puch Rennmotorräder, aber meistens noch aus der Serie heraus, wie eine der bekanntesten und auch für Privatfahrer der 30er Jahre leicht zu Tunente Motorrad, die Puch 250 S 4 (Sport 4 Gang). National hatten ihre Fahrer kaum Gegner in ihren Klassen zu fürchten!!

Doch bereits vor Begin der Baureihe S4, also vor 1934, machte man sich daran ein sehr besonderes, schnelles und sehr erfolgreiches Rennmotorrad zu entwickeln.

Bereits 1929 entwickelte man bei Puch unter dem Herrn Ing. Marcellino ein koplett neues Rennmotorrad mit einem 250cc wassergekühlten Doppelkolben 1 Zylinder Motor, man erzielte 1930 bereits 15 PS bei 4800U/min, das sollte sich die Jahre natürlich noch steigern!!

Der erste Einsatz war bei der österreichischen TT 1930, und es wurde gleich ein voller Erfolg für die Puch Werks Mannschaft unter ihren Fahrern Elvetio Toricelli der Erster wurde und Siegfried Cmyral, der einen neuen Reckort mit 86,5Km/h aufstellte und 3er wurde. Auch beim großen Preis von Österreich im selben Jahr solle es Platz 1. für Toricelli und Platz 2. für Cmyral werden, wobei sie schon einen Schnitt von über 100Km/h fuhren!!

 

1931, nach den guten Erfolgen des Vorjahres machte man sich auch noch ein wenig an weiter Entwicklung, leistungsgesteigert brachte man nun 18 PS auf den Prüfstand, und die 1930 noch Gefahrene 3 Gang Handschaltung wurde zu einer 4 Gang Fussschaltung, und damit siegte Toricelli auch gleich beim großen Preis von Ungarn.

Weitere Erfolge folgten bei der österreichischen TT in Wolkersdorf, Toricelli, Cmyral und Hunger auf den Plätzen 1, 2 und 3.

Und einer der größten Internationalen Puch Rennsport-Erfolge schafft Toricelli mit der Ladepumpe beim großen Preis von Deutschland am Nürburgring, wo er gegen große Int. Konkurrenz den ersten Platz erreichte!!!

Doch nicht nur bei Straßenrennen war man 1931 erfolgreich, sondern ebenso bei Bergrennen und auch bei Rekord Fahrten wie 1931 bei Kilometer-Lance in der Neukirchner Allee südlich der Wiener Neustadt am 19. April, wo Siegfried Cmyral mit der Ladepumpe ohne Wasserkühler, wegen Luftwiderstand, das Kühlwasser befand sich in einer Hälfte des Tanks, stellte er einen neuen Öst. Rekord über den fliegenden Kilometer mit 140,570Km/h auf. Toricelli der den Kühler oben ließ schaffte 133,804Km/h und wurde Dritter hinter F.J. Meyr auf Excelsior-JAP, dessen Straßenausführung wies um die 22PS auf!!

1932 wurde auch der Motor überarbeitet, technisch waren die Werks - Ladepumpen 250er Motoren ja bis 1931 vom Motorenaufbau gleich geblieben, das heißt, dass die beiden Kolben auf ein gemeinsames Gabelpleul arbeiten und der Motor als Querläufer ausgelegt war. Der Zündmagnet befand sich über dem Primärantrieb im Getriebe, und die Ladepumpe befand sich vorn am Motor. Man entwickelte eine neue Motorkonstruktion, und zwar setzte man nun beide Kolben auf ein hintereinander in Kurbelwellenlängsachse derart an, dass jeder Kolben ein eigenes Pleuel besaß, damit sollte man die Probleme mit dem Gabelpleuel vermeiden!

1932, war könnte man sagen war das Jahr der Bergrennen, man gewann einige Bergrennen, und Unter anderem zwei ganz Große, einmal das 5. Prebichl-Bergrennen, dass auf einer 3.8 Km langen und bis zu 22 Prozent Steilen Bergstrecke von Eisenerz zur Passhöhe ausgetragen wurde, dort siegte Cmyral mit der Start Nummer 1 mit einer Zeit von 3:34, die Zeit lag nicht viel hinter dem Motorradrekord von Krafft-Ebing auf Calthorpe 500 mit 3:17. Ebenso erfolgreich war Toricelli mit der Ladepumpe beim Int. Klausen Rennen das in der Schweiz ausgetragen wurde, er siegte mit einer Zeit von 18:29,8, das entspricht einen Schnitt von 69,74 km/h, und bedeutete wie so oft einen neuen Rekord, Cmyral wurde Dritter! 1932 siegte man auch wieder bei der österreichischen TT in Wolkersdorf, auf den ersten vier Plätzen der halb Liter - Klasse waren von Puch's belegt, Sieger wurde Cmyral mit einem Schnitt von 87,2 vor Hunger und Morawetz.

Leider war 1932 auch das letzte Jahr der Werks-Ladepumpen-Puchs, und Ende 32 kann auch als ende der eigentlichen Puch-Rennabteilung angenommen werden, währe das Geld vorhanden gewesen hätten vielleicht auch mal die Ladepumpen von DKW in die Rohre der Puch's schauen können, aber Geld war knapp, und deshalb zog man sich zurück, der Geldmangel kam bei Puch hauptsächlich durch die Weltwirtschaftskrise zustande!!

 

Aber man konnte tolle Erfolge feiern mit der Werks-Puch und auch ein paar Erprobungen in die Serie einfließen lassen!!!

Der Rückzug vom Straßenrennsport bedeutete aber nicht den Rückzug vom Motorsport bei Puch, doch nun verlagerte man sich eher auf Wertungsfahrten, oder wie man heute sagen würde, den "Off-Road" Bereich!!

 

Copyright: www.puchclub.de / Alex Linortner  ©

Puch 250 S 4 Ladepumpen

Toricelli, Sieger des GP von Deutschland am Nürburgring 1931!

Puch 250 S 4 Ladepumpen

Toricelli bei der Öst. TT 1932, Sieger mit 83Km/h Schnitt auf dem neuen Kurs!

Puch 250 S 4 Ladepumpen

Cmyral bei der Östér. TT 1932, Sieger mit 87Km/h Schnitt!

letzte Aktualisierung: 24.10.2004 -S.(25)-


 

 
 
 

 
 

 

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