Die Arbeitsgemeinschaft der Puch- und  Oldiefahrer aus dem Europäischen Raum.
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Puch 200 Sonderseite

Zusammengestellt in Zusammenarbeit mit u.a. Jochen Harms u. Alex Linortner

Diese Seite soll dem Zwecke dienen, alle Liebhaber dieser Baureihe zusammenzuführen,
um mit Ihnen Erfahrungen auszutauschen,
Wir bitten alle Eigentümer des Modells, uns ihre Erfahrungen, Restaurationsvorschläge, Bilder und
auch noch vorhandene Unterlagen zuzusenden, wir freuen uns über jeden weiteren Beitrag.
Nur so wird es uns noch möglich sein, diese schönen alten Stücke noch über Jahre zu erhalten.
 

Kontakt

                

TECHNISCHE DATEN PUCH 200
 

Motor:  Zylinderzahl 1 Doppelzylinder
Bohrung 2X45 mm
Hub 62,8 mm
Hubvolumen 198 ccm
Leistung max. ca. 6 PS
Drehzahl max. Umdr./min. ca. 4000
Verdichtung 1:5
Vergaser: Hauptdüse Nr. 77
Übergangsdüse 0,5 mm Durchm.
Leerlaufdüse 0,4 mm Durchm.




 
Batterie-Zünd-Lichtanlage: Lichtmaschine Puch
Leistung 30-40 Watt
Scheinwerferhauptlampe Zweifadenlampe 6 V, 20/20 Watt
Standlicht Röhrenlampe 6 V, 5 Watt
Decklicht Kugellampe 6 V, 2 Watt
Zündkerze Bosch W 145 T 1
Vorzündung 6-7 mm
Sicherung 15 Amp., 25 mm lang
Zündspule Bosch TC6A6
Getriebe: Übersetzung Motor-Getriebe 1:2,89
Übersetzung im Getriebe 1:1, 1:1,67, 1:3,33
Kettenräder 19:40 Zähne
Kette 1/2x5/16 Zoll = 12,7x7,9 mm, 101 Rollen
Gesamtübersetzung am Hinterrade:
Erster Gang 1:20,3
Zweiter Gang 1:10,1
Dritter Gang 1:6,1

Räder:
Felgen 19X21/2
Reifengröße 3,00-19 (25x3,00)
Luftdruck, Vorderrad 1,00 atü
Luftdruck, Hinterrad, Solo 1,00-1,25 atü
Luftdruck, Hinterrad, Sozius 1,75 atü

Leistungen:
Höchstgeschwindigkeit ca. 75 km/Stunde
Normverbrauch 3,2 Liter Gemisch/100km
Ölverbrauch ca. 750 km/Liter

Maße: Tankinhalt ca. 8,5 Liter
Gewicht ca. 102 kg
Länge ca. 1980 mm
Breite ca. 700 mm
Höhe ca. 960 mm
Radstand ca. 1270 mm
Sattelhöhe ca. 680 mm
Kleinster Bodenabstand (Auspuffrohr) ca. 150 mm
 


Das Österreichische Volksmotorrad

Puch 200

Eine leichte gefällige Gebrauchsmaschine, welche unermüdlich ihren Dienst tut - solange man nicht zuviel von ihr verlangt. Das ist die Puch 200. Man begann mit dem Bau der 200er Puch, dem Volksmotorrad, im Jahre 1937.
Es gibt da auch einen ganz einfachen Grund weshalb dieser Type genau 198cm² hatte:

Nicht nur heut zu tage gibt`s teilweise sinnlose, komplizierte und alle Jahre wieder irgendwelche neuen Gesetze, sondern genau so auch früher in den 30er Jahren gab’s das schon zu genüge.
So trat ab 1937 eine Gesetzesänderung in Kraft welche das Thema Kleinkrafträder betraf.
Denn bis 1937 galten "Motorräder" mit 250cm³ als Kleinkrafträder,
ab 1937 galten nur mehr Maschinen bis 200cm ³ Hubraum als ein solches Kleinkraftrad.
Diese unterliegen zum Beispiel nicht der Haftpflichtversicherung usw.

Natürlich wusste man bei Puch über diese Gesetzesänderungen bescheid, so nahm man die Konstruktion der neuen Puch 200 bereits 1935 in Angriff. Bei Puch wollte man zum ersten mal ein "Motorrad" bauen welches den neuen Gesetzen maßgeschneidert sein sollte, mit neuem Pressstahlrahmen sollte sie eine bessere Straßenlage und Fahrbarkeit erhalten, ideal für den normalen Straßenverkehr auf Österreichs Straßen, sprich man sollte ebenso ohne Probleme den Berg hoch kommen. Doch was dieses neue Volksmotorrad nicht war und sein sollte, eine Sportmaschine,
für Wettbewerbe und Rennen war sie sicher ungeeignet, man konnte am Motor nicht viel mehr Leistung herausholen.
Das Fahrwerk war für den Alltagsbetrieb gut, aber für den Sporteinsatz ungeeignet.
Aber das diese Puch kein Sportmotorrad war, dessen waren sich die Käufer sowieso im klaren.

Man verwendete für die 200er Puch viele Grundelemente der in Graz bis dahin gebauten Muster,
wie den querlaufenden Doppelkolben Zweitaktmotor, das über Kegelräder arbeitende Getriebe und eine leichte Zugfedergabel mit geschlossenem Blechprofil.
Was auch sehr zum Vorteil des Modells ausfiel war das nun die Kupplung vom Hinterrad
in die Schwungscheibe verlegt wurde.
Es wurde ebenfalls eine einfache Gemischschmierung vorgesehen.
Doch mit dem neuen völlig ungewöhnlichen leichtem Preßstahlrahmen setzte man auch neue Maßstäbe bei Puch,
doch diese Art von Rahmen setzte sich bei Puch infolge nicht durch.
Rahmen dieser Art kennt man eher von den Deutschen Firmen wie BMW, Zündapp, und natürlich bei dem
sagen wir mal Erfinder, Ing. Neumann Neander (Neander-Maschinen).

Doch eine Einschränkung nahm man, dem Preis zuliebe, in Kauf, die einseitig gelagerte Kurbelwelle.
Auch ein Grund weshalb man diesen Motor nicht wirklich Leistungssteigern konnte.

Mit einem Preis von nur 980 Schilling wurde nun im Frühjahr 1937 die erste Ausführung herausgebracht,
welche im Herbst 1937 in kleinen Details verbessert wurde, wie Kupplung oder stärkere Schaltstange.
Der ursprüngliche silbergraue Tank wich 1938 der Schwarz-Chrom Ausführung.

Bei den Fahreigenschaften könnte man für den stand der Technik und der gerade vorbei gegangenen Weltwirtschaftskrise nichts schlechtes berichten, gut, der Motor ist wie gesagt nicht der schnellste,
doch er läuft dafür sehr weich, und dazu natürlich der ruhige Leerlauf des Doppelkolbens.
Zu dem kommen noch das wendige Fahrgestell und die glücklich gewählte Gangabstufung.
Als Zubehör wurde zudem ein Tachometer und mitunter sehr nützlicher Steuerungsdämpfer geliefert.
Auf schlechten Straßen musste der der Stoßdämpfer angezogen werden.
Die Bremse reichte für die zur Verfügung stehende Motorleistung vollkommen aus.

Noch mal zum Motor ein kurzer Ausschnitt einer Fachzeitschrift:

"Mit guter Beschleunigung erreicht man knapp 80Km/h und kann allein oder zu zweit dauernd zwischen 65 und 70 Km/h pendeln. Auch zu zweit nimmt die Puch alle Straßensteigungen, der friedliche Motor braucht nur wenige Kühlpausen."

Extrem sparsam war die kleine Puch aber nicht, sie brauchte zwischen 3 und 3,7 Liter Gemisch auf 100 Km,
die 3,7 Liter wird man bei fahrten zu zweit im Gebirge leicht erreichen,
aber das ist ja gar nicht der Sinn dieses Modells.

Es gab sogar ein eigenes Puch-Lieferdreirad auf Basis der Puch 200, und es wurden insgesamt von 1937 bis
1940, 9585 Stück der Type 200 gebaut. Wenn man heute auf Österreichs Straßen nach dem damaligen
Volksmotorrad ausschau hält ist das wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen,
nur schwer und selten bekommt man eine zu Gesicht.
Mein Vater besaß vor gut 30 Jahren selber eine die er restaurierte,
und vor 2 Jahren kam uns eine unrestaurierte Puch 200 unter, die wir aber dann wieder verkauften.

Copyright
Text und Foto:

Alex Linortner
Puchclub-Hamburg


PUCH 200 TREFFEN.

Der begeisterte Puch-200-Besitzer Andreas Kalt aus Treffen in Kärnten hat seinen Club,
 die Mirnock Oldies
www.mirnockoldies.at/
dazu überredet ein Puch-200-Treffen zu veranstalten.
Die Organisation hat Andreas in perfekter Form übernommen,
was neben dem Präsenzdienst beim Bundesheer gar nicht so leicht war.
Die Einladungen sind bereits im März mithilfe des
KMVC an alle Clubs und an die uns bekannten
Puch-200-Besitzern hinaus gegangen.
Als Termin wurde der 6. und 7. Mai 2005 fixiert.

  
Einladung

Programm

Zuletzt hatten sich 13 Teilnehmer, aus Niederösterreich, der Steiermark und Oberösterreich  fix angemeldet.
Die Anreise nach Feld am See, südlich von Radenthein erfolgte am Freitag Nachmittag.

 


Anreise zu Teil auf eigener Achse


Clublokal


Museum

 Am Abend war ein gemütliches Beisammensein im Clublokal. Für das leibliche Wohl war bestens ge


Aufstellung vor dem Clublokal
 
      Aufstellung vor dem Clublokal

        Am Samstag Vormittag haben sich dann alle Fahrer beim Club getroffen.

Zusätzlich zu den Puch-200-Maschinen kamen viele Clubmitglieder und Freunde mit Ihren Maschinen.
Es wurde an diesem Samstag die Saison 2005 eröffnet.


Saison-Beginn

 

Dann sind alle Puch 200 gemeinsam über Radenthein  und Döbriach nach Millstatt am Millstättersee zum
Hotel Alexanderhof gefahren
.


Startnummern


Aufstellung beim Alexanderhof
    
Aufstellung beim Alexanderhof

Von der Terrasse hatten wir bei Kaffee und Kuchen eine wunderbare Aussicht auf den Millstättersee.

 


Alexanderhof mit Aussicht auf den Millstätter-See

Nach der Rückfahrt zum Clublokal sind alle Fahrer einzeln begrüßt und vorgestellt worden.
Als Erinnerung bekam jeder 200-Fahrer eine Urkunde

 und der Nachmittag ist dann gemütlich ausgeklungen.

   
  Urkunde

  
gemütlicher Nachmittag

Dieses erste Puch-200-Treffen wird allen in sicher Erinnerung bleiben.
Besonders dabei die einzigartige Gastfreundschaft und Stimmung im Club und die Excelente Planung
und Durchführung des Treffens mit vielen netten Details durch Andreas Kalt.

       
 Organisator Andreas Kalt rechts

Dir, lieber Andreas, vielen Dank für dein Engagement.


Bildergalerie der Maschine von  Jochen Harms
.

Olivgrüne Puch 200

Als Student habe ich 1962 von einem Bekannten seine alte Puch 200 schwarz, Baujahr 1938 geschenkt bekommen. Die Maschine war überkomplett mit sehr vielen Original-Ersatzteilen,
hatte nur einen Nachteil – der Benzinbehälter war durchgerostet.

Zur damaligen Zeit gab es keine Teilemärkte oder Fachhändler, wo man unter Umständen einen Tank bekommen konnte. Ich habe aber dann eine zweite Puch 200 gefunden, die zum Teil zerlegt und nicht mehr komplett war. Hauptsache, sie hatte einen intakten Benzinbehälter. Das dieses zweite Motorrad olivgrün und mein geschenktes Motorrad schwarz war, ärgerte mich und ich habe den Tank damals notdürftig umgespritzt.

Beide Maschinen sind anschließen weggeräumt worden, die Schwarze in die Garage (war noch fahrbereit) und die Olivgrüne im zerlegten Zustand auf den Dachboden.

2001 bin ich in Pension gegangen und habe angefangen, die Motorräder wieder in Ordnung zu bringen.
Mein Plan dabei war, erst die zerlegte, olivgrüne Maschine zu reparieren, damit ich die andere,
Komplette, jederzeit als Vorlage habe. Das für mich wichtigste Ersatzteil,
einen Tank, habe ich bald bei einem Fachhändler gefunden.

Bild: puch-200-olivgrün 01     Jochen Harms     Nummer 106.345         Baujahr 1940

Erstaunlich war aber, dass die Fachleute alle die Meinung vertreten haben, dass die Puch 200 nur in schwarzer Version gefertigt worden sei. Sogar Ing. Fritz Ehn, Verfasser von „Das große Puch Buch“ sah die Existenz einer Puch 200 in olivgrüner Ausführung als unmöglich an. Mich hat daraufhin der Ehrgeiz gepackt und mein Ziel war eine Bestätigung eines Lackfachmannes, dass die olivgrüne Maschine in der Originallackierung ist.
Eine derartige Bestätigung liegt mir nun auch vor.

Bild: puch-200-olivgrün 02 pdf    Bestätigung Originallack von Lacksachverständigen

In einem persönlichen Gespräch konnte ich zuletzt Herrn Prof. Ehn anhand dieser Lackbestätigung und
Fotos von der Echtheit überzeugen. Er wird diese Variante bei einer Neuauflage in sein Buch aufnehmen.

 Bei dem Rätselraten, wo und wie diese olivgrüne Maschine herkommt, wurde ursprünglich auch unter anderem die Theorie einer „Militärmaschine“ aufgestellt, wogegen aber der relativ hohe Anteil an Chromteile – Tank, Lenker und Felgen – gesprochen hat. Eine Vermutung war auch, dass sich ein Offizier anstelle der schwarzen Lackierung
als Hobby eine olivgrüne in der Serienausführung anfertigen gelassen hat.

Bis jetzt weiß ich inzwischen vier weitere olivgrüne Puch 200, wobei ich von einer noch kein Foto habe.
Nur eine ist nicht mehr im Originalzustand, aber bei allen anderen sind neben der Farbe
die charakteristischen Merkmale des verchromten Tanks, des Lenkers und der Felgen gleich.

Bild: puch-200-olivgrün 03     Josef Glechner           Nummer 104.872       Baujahr ?

Bild: puch-200-olivgrün 04     Margit Lettner             Nummer 93.798         Baujahr ?

Bild: puch-200-olivgrün 05     Bernhard Steinberger Nummer 106.763       Baujahr 1940

Bild: puch-200-olivgrün 07          Martin Kühne     Nummer 106.534           Baujahr 1940

Von einer Maschine existiert sogar noch der Typenschein aus dem hervor geht, das der Erstbesitzer
ein Kraftfahrer aus Spittal / Drau, Kärnten war – also keine Militärverwendung.

Bild: puch-200-olivgrün 06     Typenschein Kraftfahrer Nageler, Spittal / Drau

Ich bin neugierig, ob noch weitere Maschinen von dieser Type auftauchen.

Jochen Harms



Prospekte der verschiedenen 200 Serien

Prospekt Hinteregger

Prospekt

Prospekt

Prospekt Hinteregger

Prospekt Hinteregger

Prospekt

Schnittbild Kupplung

Werksfoto Seitenansichten

Werksfoto Schnittbild Motor-Getriebe

 


Puch 200 Besitzer soweit sie der Redaktion bekannt sind.

Auf den verschiedenen Veranstaltungen ist man als Besitzer einer Vorkriegs-Maschine immer ein Blickfang.
Die Puch 200 kennen manche ältere Leute noch aus ihrer Jugend.
Sehr bald habe ich mit dem Sammeln von Adressen von anderen Puch-200-Besitzern angefangen
.

Pdf Datei
Eigentümer von P 200 Maschinen mit Motornummer und Kupplungsart

Von einigen Maschinen habe ich Fotos erhalten.

Bild: puch-200-besitzer 01 Ewald Artmayr Nummer 44.921 Baujahr ?

Bild: puch-200-besitzer 01 Ewald Artmayr Nummer 44.921 Baujahr ?

Bild: puch-200-besitzer 03 Michael Friedl Nummer 105.775 Baujahr 1940

Bild: puch-200-besitzer 04 Roland Georgieff Nummer 90.956 Baujahr 1937

Bild: puch-200-besitzer 05 Josef Glechner Nummer 104.872 Baujahr ?

Bild: puch-200-besitzer 06 Jochen Harms Nummer 106.345 Baujahr 1940

Markus Helfert

Nummer 106.220

Baujahr 1940

Bild: puch-200-besitzer 07 Jochen Harms Nummer 97.098 Baujahr 1938

Bild: puch-200-besitzer 08 Helmut Hermann Nummer 99.002 Baujahr 1938

Bild: puch-200-besitzer 09 Andreas Kalt Nummer 96.623 Baujahr 1938

Martin Kühne

Nummer 106.534

Baujahr 1940

Bild: puch-200-besitzer 10 Margit Lettner Nummer 93.798 Baujahr ?

Bild: puch-200-besitzer 11 Reinhard Müller Nummer 101.372 Baujahr 1939

Bild: puch-200-besitzer 12 Markus Niederreiter Nummer 90.431 Baujahr 1937

Bild: puch-200-besitzer 13 Siegfried Pieber Nummer 90.727 Baujahr 1938

Bild: puch-200-besitzer 14 Michel Prioux Nummer 96.621 Baujahr 1937-1938

Bild: puch-200-besitzer 15 Robert Rauter Nummer 104.170 Baujahr 1939

Bild: puch-200-besitzer 16 Wolfgang Schmölz Nummer 100.514 Baujahr 1939

Bild: puch-200-besitzer 17 Robert Six Nummer 104.008 Baujahr 1939

Bild: puch-200-besitzer 18 Bernhard Steinberger Nummer 106.763 Baujahr 1940

Bild: puch-200-besitzer 19 Hans Unterleitner Nummer 94.007 Baujahr 1938

Bild: puch-200-besitzer 20 Werner Urbann Nummer 92.537 Baujahr 1937

Walter Bachmann Nummer 90.695, Baujahr 1937.

 

Ein Diskussionspunkt war bald die unterschiedliche Ausführungen der Kupplung und später auch des Scheinwerfers.
Wer kennt nicht die Bemerkungen, was original und was nicht original ist.
Bei manchen Maschinen fehlt auch das Typenschild, die Motornummer ist aber immer vorhanden.
Um hier einen Überblick zu schaffen, habe ich eine Aufstellung vom Baujahr , der Motornummer, der Kupplungsart
und der Scheinwerferausführung erstellt. 

pdf. Datei
Baujahr, Motornummer und Kupplung

Darüber hinaus sind mir einige Abweichungen zur Serienproduktion aufgefallen.
Es ist nicht zu sagen, ob es von Puch Sonderausführungen waren oder es sich um Nachrüstungen handelt.

Hinterradfederung - Helmut Hermann

Kettenkasten geschlossen - Wolfgang Schmölz

Kettenkasten geschlossen Jochen Harms

Tank silbern, rote Linierung Dieter Pfeifer

Tank silbern, rote Linierung Werner Urban

Linierung italienisch Reinhard Müller

Lenkungsdämpfer Prinz Helmut Hermann

Lenkungsdämpfer Eigenbau Jochen Harms

Zündschlüssel Scheinwerfer oben Michael Friedl

Zündschlüssel Scheinwerfer oben Jochen Harms

Abblendschalter mechanisch Michael Friedl

Abblendschalter mechanisch Jochen Harms

Scheinwerfer-Schutz Jochen Harms


Ab hier beginnt nun der technische Teil

TECHN. UNTERLAGEN

Zusätzlich zur Betriebsanleitung und der Ersatzteilliste ergeben sich immer wieder technische Unterlagen und Hilfsmittel, die sonst nirgends wo drinnen stehen.

Elektrik

Schaltplan allgemein und Detail Lichtmaschine Schaltplan Original auf einen Karton aufgeklebt
Schaltplan Lichtmaschine  

Kupplung

Hier hat es zwei Ausführungen gegeben, eine mit Kork in Öl laufend und eine trockene Variante mit einem moderneren synthetischen Kupplungsbelag.

Folgende Beschreibung der beiden Kupplungsarten habe ich gefunden:

·         Einscheiben – T r o c k e n – K u p p l u n g (Spezialdichtung zwischen Kupplungs- und Getriebegehäuse, außen kenntlich durch Entlüfter am Kupplungsgehäuse)

·         Einscheiben – K o r k  - K u p p l u n g in Öl laufend (obige Spezialdichtung entfällt) Entlüfter verschlossen.

Ich habe noch nicht gehört, dass die Spezialdichtung bei der Kork-Kupplung werksseits wirklich weggelassen worden ist.

Bei der Reparatur der Korkkupplung bin ich wie folgt vorgegangen:

1.      Flaschenstoppeln auf einen Querschnitt, der ca. 2-3 mm größer ist als die Löcher in der Kupplungsscheibe zuschleifen (bei mir trapezförmig mit ca. Basis 14mm, Kopf 10mm, Länge 20mm)

2.      Korken in Wasser kochen, bis sie weich sind (ca. 10 Minuten) und in diesem Zustand in die Löcher drücken.

3.      Nach dem Austrocknen so plan schleifen, bis die Korken auf beiden Seiten der Stahlplatte 2 - 2,5 mm herausschauen.

alte und neue Korksegmente bestückt mit neuen Korksegmenten.

Planschleifen auf der Drehbank oder auch Bohrmaschine

   fertige neu bestückte Kupplungsscheibe.

In der Literatur findet sich keine Angabe über die einzufüllende Ölmenge.
Nach mehreren Informationen scheint die geeignete Menge.1 Stamperl – ca. 20 cm³
zu sein.

Demontage Kupplungs-Anpressplatte

Bei den mir ursprünglich übergebenen Unterlagen, war auch dieser Eisenbügel dabei.

 

Auch mit Schraubzwingen kann man diese Arbeit machen.

Er ist für das Anpressen der Kupplungs-Anpressplatte gegen die Kupplungs-Federkraft, damit man den kleinen Querkeil lockert und ausbauen kann.


 

 

Demontage Schwungscheibe

  Eine einfache Vorrichtung zu Abziehen der Schwungscheibe

Umbau auf Simmerring-Dichtungen

Eine ewige Schwachstelle der Puch 200 waren und sind die Blech-Spezialdichtungen. Für die Dichtungen einerseits zwischen Motor und Kupplung und andererseits zwischen Kupplung und Getriebe habe ich eine Lösung gefunden.
Für die Dichtung vom Motor zur Lichtmaschine such ich noch eine.

Zusammenstellungszeichnung Dichtung Kupplung zum Getriebe Zusammenstellungszeichnung Dichtung Motor zur Kupplung

    

Umbausatz (bei Fa. Wieser erhältlich)    Schwungscheibe

Beim Umbau der Motor-Kupplungs-Dichtung muss man auch an der Schwungscheibe einen Ansatz abdrehen.

Motor Kurbelwellen-Montage

Wenn man die Kurbelwelle durch das Lager in die Schwungscheibe auf den konischen Sitz mit dem Scheibenkeil schiebt, weiß man nie, ob man ganz drinnen ist oder der Scheibenkeil sich verklemmt hat. Beim Einhalten des unten angegebenen Montagemaß ist die Kurbelwelle sicher ganz in die Schwungscheibe hineingegangen.

Montagemaß für die Kurbelwelle

 

Motor Pleuel-Montage

Das Pleuel hat auf der einen Flächenseite eine Körner-Markierung.

 

Pleuel Körner-Markierung

Das Pleuel ist so einzubauen, dass die Körner-Markierung nach hinten Richtung Kupplung schaut.

   Einbau Pleuel

Vergaser – Drosselkolben

Beim Vergaser hat der Drosselkolben zwei kleine Nachteile. Durch das seitliche Ansetzen vom Bouwdenzug stellt sich bei der Montage der Drosselkolben leicht schief und die Rückstellfeder spring aus ihrer mittigen Lage heraus.
Ein Zapfen in der Mitte kann dies verhindern

Zwei Mal ist mir passiert, das der Bouwdenzug-Nippel sich beim Drosselkolben ausgehängt hat.
Hier hilft ein Verriegelungsplättchen.

Vergaser-Drosselkolben techn. Zeichnung Vergaser-Drosselkolben alt und neue Ausführung

Getriebe

Besonders heimtückisch ist die richtige Lage vom Gleitschuh für die Gangschaltung.
Die Abflachung muss auf die Kettenritzelseite schauen. Man kann das Ding auch anders herum einbauen,
hat dann aber erhebliche Probleme beim Schalten zwischen 1. und 2. Gang.

  Gleitschuh von Gangschaltung

 

Speichen

Als Hilfe für das Einspeichen habe ich die richtige Verkreuzung der Speichen gezeichnet.

       Hinterrad Bremstrommel-Seite       Hinterrad Kettenrad-Seite

Vorderrad Bremstrommel-Seite

Vorderrad Tachoantrieb-Seite


Copyright
Text und Foto:

 
Jochen Harms
Puchclub-Hamburg

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letzte Aktualisierung: 08.08.2007 -S.(58)-
 

 

 


Schmuck