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Rennberichte

Großglockner Trophy 2004

Helmut Krackowizer Mermorial

 

Nach der erfolgreichen Premiere 2002 fand heuer zum 2-mal die Großglockner Trophy statt. Austragungsort wie schon in den 30er Jahren, die Großglockner Hochalpenstraße, der Start erfolgte bei der Maut Station in Ferleiten (1145), der Start früher fand im Dorf Fuschl statt, doch das Ziel war dasselbe, das Fuscherdörl auf 2704 Meter Seehöhe! Also betrug die Streckenlänge 13,5 Km, mit sehr sehr vielen Kehren und schönen Streckenabschnitten, man könnte sagen es gibt keine schönere Bergstrecke für Motorradfahrer, und erst dann, wenn sie gesperrt ist und man fahren kann was geht!

Es war ein Traum vom Prof. Dr. Helmut Krackowizer einmal ein Classic Bergrennen auf dieser Strecke zu veranstalten, doch nach seinem Versterben glaubte eigentlich keiner mehr dran, doch der Thomas Fritsch machte das Unmögliche war. Es kamen auch entsprechen viele schöne und seltene Motorräder und die Teilnehmer aus ganz Europa, Unteranderem auch über 20 Engländer, denen ich natürlich auch bei dieser Gelegenheit gleich die Österreichische Puch Technik erklärte anhand der 250er Puch von meinem Vater! Wohl eher ungewohnt für einen Puch Fahrer, aber ich bin mal nicht auf Puch unterwegs gewesen, sondern auf Rudge, und zwar auf der vom Thomas Fritsch, der mir sie für den Glockner + Methanol zur Verfügung stellte, das Nenngeld von 135 Euro viel auch weg! Der Thomas hatte aber nicht nur die Rudge mit mir und die Norton Inter 500 mit ihm in Einsatz, sonder auch noch eine Water Horak OHC 350, eine Velocette KTT Mk 8 350 und zwei Triumph's! Also 6 Motorräder von Team Fritsch. Der Start zum 1 Lauf fand schon sehr früh statt, also war es noch oben im Ziel ein gleitender Film auf der Straße, aber trotzdem führ jeder was ging, als Erster startete der Kurt Wartbichler mit der Siwa Yamaha Prototype 250er 4 Zylinder, ein Prototyp vom leider schon verstorbenen Sigi Wartbichler für Yamaha, dann der Samm Miller mit der 4 Zylinder Gilera Replica aus England, dann der Gustl Hobl mit der Werk's DKW 250 SS, dann der Alan Robinson aus England mit der BMW R51RS aus 1939 der Mobile Tradition, dann noch ein paar, dann der Lines Nigel aus GB mit der Mac Velocette 350 und dann mit Start Nummer 11 kam ich mit der Rudge, eine besondere Rudge, zur Geschichte dazu komm ich später. Gestartet wurde mittels Schibestart wie früher, und nach ein paar "tuschern" der 4 Ventile wurde sie zum Leben gerufen, und nach anfangs etwas unruhigem Gas annehmen, wie beim Bullen reitet, machte sich die kraft des perfekt gemachten Rennmotors aus England frei, doch wie ich das schon vermutet hatte, bekam ich gleich den 2 Gang nicht rein, doch ein paar Meter später war er drinnen und dann gings los, rauf auf den Berg, obwohl Starrahmen ließ sie sich wunderbar um die Ecken legen, überspringen wir mal einige Km Strecke und kommen zur letzten rechts Kurve, da ist mir noch was Peinliches passiert, nach einem Blick auf den Drehzahlmesser, der mir mit dem Pfeil auf der 7000-U/min-Marke sagte, dass er sich freuen würde, wenn ich jetzt den 4 Gang einlegen könnte, das wollte ich dann auch machen, doch da ist es schon passiert, ich hab aus Gewohnheit statt Recht hinunter, Links hinunter auf die Bremse getreten. Und so könnte ich noch lange weiter schreiben, aber nun mal zur Rudge TT-Replica 250 aus 1932, das ist die Replica der originalen Brumm-Rudge 250 Werksmaschine vom Helmut Krackowizer, mit der man in den 30er Jahren auf der Isle of Man Rekorde in den Asphalt, upps, Schotter brannte!! Ca. 25 PS bei 7000U/min, Viertakt-4 Ventil Einzylinder Rennmotor, und als besonderes Schmankerl besitzt sie auch schon einen Lenkungsdämpfer, aber nicht so einen wie man das aus Japan kennt oder so! Und nach dem sie mir 2003 in Schwanenstadt so viel Spaß gemacht hatte bekam ich sie eben am Glockner auch noch mal!

Rudge waren sowieso viele da, aber es soll da ja auch noch andere Motorräder gegeben haben, wie zum Beispiel die RBO-Puch 250 SGSS von Hermann Stöckl, oder die von meinem Vater, oder zwei weitere SGSS, der Hermann Eisenbauer war voriges Jahr mit der RS vom Hofer da, aber heuer leider nicht!! Das war s an Puch auch schon.

Die Engländer, aus England kamen einige Leute, Int. bekannte wir der Sammy Miller, der John Biggs oder der Alan Robinson, aber auch andere waren da, z.B. Aubrey Morris mit Velocette MOV 250, Richard Mills auf Velocette KTT Mk 4 350 aus 34, William Barley auf KSS Velo 350, Graham Procter auf Metchless G90, Keith Wakelin auf Cotton Balckburne 500, John Benett AJS 7R, Geoff Bloor auf Velocette 8, Tim Kingham auf Vincent, Davit Lawrence auf Douglas, und so weiter. Der Großteil war übrigens fast immer am Schrauben, aber die Puch Technik hat sie auch sehr interessiert!

Die Motorräder, an schönen Rennmotorrädern hab ich ja schon gesagt das Es nicht gefehlt hat und beim Baujahr ging s bis 1961, auch bei den Gespannen. Also was gab s zum Sehen, seltene Sachen wie aus der Schweiz Alcyon Zürcher 350 aus 1927 und eine Zehender 250 aus 1928, die schönen Motosacoche waren leider nicht da, die hatten in der Schweiz einen Meisterschafts Lauf. Norton war die Marke, die am häufigsten verträten, war, ob Manx oder 18, alles war da, Moto Morinis, NSU Sportmax, Matchless G50, Moto Guzzi Dondolino, Harley-Davidson, AJS, Gilera Saturno und Gespanne  wie BMW R51, Gilera, Morgan,...

Zu den Zeiten, Schnellster am Vormittag beim ersten Lauf war der Liechtensteiner Otto Ziegler auf der Norton Manx 500 mit 9:48, und Zweiter der Thomas mit der Norton mit einer Zeit von 9:52, aber mit Starrahmen, und sein Ziel war es beim Zweiten lauf sich allen zu zeigen, wer der schnellste ist, doch leider ging s schief, und er musste als einer der wenigen die Wand küssen, sein Sturz führte natürlich zum Rennabbruch, und er musste ins Krankenhaus, doch es sollte nicht so schlimm sein. Auch das Rennen ging weiter, und die Bestzeit ging an den Sebastian Gutsch mit BMW R 5 SS, mit 9:28!

Die Rudge ging wieder ohne schaden nach dem Lauf zurück in die Garage des Hotels neben der Maut Station, wo die Motorräder von uns drinnen standen, doch leider sollten zu Hause beim Thomas nur 2 Motorräder heil ankommen, die Walter und die Velo, beide Triumph's küssten den Boden, die Norton war auch ein Wrack, und bei der Rudge wurde am nächsten Tag beim Einladen der Tank eingedrückt ...

Unten wie immer ein paar Bilder, und wer ein Bergstrecken Fan ist, sollte entweder in 2 Jahren selber mitfahren oder zumindest zuschauen!! Auf jeden Fall war s eine tolle Veranstaltung und die Rudge lief auch gut!

 

Im Internet: http://www.grossglockner2004.at.tf

August Linortner auf Puch 250 kurz vorm Strat zum 2 Lauf.

Blick zur Mautstation Ferleiten, links daneben war der Start

August Linortner (Links) im gespräch mit dem Willi Lercher, der ebenfalls einige Sport Puch's besitzt.

Graham Procter mit seiner nicht ganz gut gelaufenen Matchless G90

Alcyon Zürcher 350 aus 1927 vom Schweizer Manfred Steine

Die Horak-Walter vom Walter Malzner von hinten, wirklich schön gemacht

Sammy Miller, einer der Stars der Veranstaltung, mit seiner Replica der 4 Zylinder Gilera 500!

Die Brumm-Rudge 250 vom Peter Krackowizer, dem Sohn vom Helmut

Krackowizer!

Audi war auch da, mit der DKW 250 SS, und zum Ausstellen auch der 16 Zyl.

Audi.

Immer am schrauben die Engländer

Puch 250 SGS von August Linortner.

Schöne gegend, und ideal für ein Bergrennen, hir zu sehen die Manx vom

John Biggs

Aermacchi 250 vom Schweizer Donato Zigrino

BMW R51/3 Kneeler vom Matthias Siebenhühner

BMW R 63 750 aus 1929 vom Paul Schwab

Otto Ziegler, schnellster im 1 Lauf am Start mit der Norton Manx 500

Siegfried Richter am Start zum 2 Lauf mit der BMW R 50 600

Manfred Schweiger mit der Zweitakt (glaube das sieht man!!) Scott TT

Replica 600 am Start

4 Zylinder Gilera Replica vom Engländer Samm Miller, dahinter John Biggs

mit seiner Norton Manx.

Alex Linortner kurz vorm Start auf Rudge 250

Alex Linortner bei der Abnahme am Freitag mit der Rudge

Auch was schöner, Moto Morini 250 und dahinter eine 125er

RBO-Puch 250 SGSS vom Hermann Stöckl

Geoff Bloor aus England auf Velocette KTT Mk 8 350 aus 1948

Mit dieser 4 Ventiler Rudge bin ich gefahren

August Hobl, mit der früher schon am Glockner Erfolgreichen Werks-DKW 250 SS von Audi

Schwarz aus der Schweiz auf einer Matchless G50 500 aus 1960

Schöner Bilck auf die Verschneiten Gipfeln des Großglockners

Thomas Fritsch auf der sau schnellen Norton Inter 500 aus 1936

Ich auf der 250er Rudge TT-Replica am Start

Walter Wartbichler im Ziel mit seiner schnellen Norton Manx 500 aus 1961

Andresa Luck aus der Schweiz auf Gilera Saturno 500

Die Zehender 250 aus 1928 vom Hugo Ryf aus der Schweiz.

 

 
 
letzte Aktualisierung: 24.10.2004 -S.(24)-
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