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Rennberichte.

Schottenring  Classic GP 2004



Nach der Einladung vom Großglockner, wo mich der Erwin Botzner (Südtirol) gefragt hat, ob ich gerne in seinem Team am Schottenring starten möchte, war ich mir anfangs nicht ganz sicher, ob ich fahren sollte, da mir einige Leute gesagt haben das die beim VFV ein wenig komisch sind, bin aber schlussendlich doch gefahren, und ich muss sagen ich hab's nicht bereut !
Der Schottenring war für mich Heuer, 2004, das zweite Rennen, das ich in Deutschland gefahren bin, nur in Ingolstadt am Donauring war ich auch, aber das erste Mal beim VFV, und das erste Mal ohne meinem Vater, der schon zu alt ist für so große Touren, wie er selber sagt!
Es waren einige Telefonate fällig, bis ich, bzw. wir alles beisammen hatten (Lizenz, Nennung, Fahrplan,...), und so konnten wir dann am Donnerstag den 12. August um 23:00 Uhr mit der Puch im Bus aufbrechen nach Salzburg zur Grenze, wo wir dann das Motorrad umladen und dann schließlich nach 6 stündiger fahrt in Schotten an kamen!
Dort angekommen wartete noch viel Arbeit auf uns, aber das ist eine andere Geschichte....
Deshalb überspringen wir mal den Freitag, und kommen gleich zum Samstag, wo je Klasse 2 Trainingsläufe anstanden, am ersten Training meiner Klasse um 08:15 Uhr nahm ich nicht teil, erstens um ehrlich zu sein, weil ich ein wenig verschlafen hatte, und zweites, weil es so was von geregnet hatte!
Dann hab ich mal die Zeit genützt um ein paar Bilder zu machen und dann wurde es aber ernst, es hat zwar nicht aufgehört zu regnen, aber beim 2 ten Training bin ich dann zum ersten Mal mit der 175er Puch in der Klasse F, bis 175 cc, und zum ersten Mal auf den 1,7Km langen, Mickymaus Kurs gefahren, da das ein sehr kurviger Kurs ist, und ich ein guter Regenfahrer bin, ist mir das natürlich sehr entgegen gekommen, aber als dann nacheinander pausenlos vor mir Fahrer stürzten, hab ich auch zurückgesteckt!
Dann ging´s abends auf zu einem Freund vom Erwin zum Pasta essen, so richtig Italienisch halt und dann bald ins Bett, wenn bzw. in den Schlafsack!
Sonntag, endlich schönes Wetter, mein 1. Lauf war sehr früh, also bin ich früh aufgestanden um fitt zu sein für's Rennen. Die Zeit verging schnell, also schnell die Puch warm gemacht, die Rennkerze rein und rauf zum vorstart, leider kam ich als Letzter zur Startaufstellung, da ich vergessen hatte, den Reisverschluss zwischen Jacke und Hose zu, zu machen, und die sind da sehr genau, und als ich dann dort stand folgte schon das 30-sek-schild, und dann ging auch schon los mit vollem Feld in Richtung Post-Kurve, ich konnte gleich ein paar Plätze gewinnen, und fuhr also mit einer ganzen Horde Ducati's, Morini's, Motobi's, Kreidler's und was alles dazu gehörte um die Post Kurve, dann runter zur Schikane die lange und Wellige gegengerade im Windschatten einer Duc in Richtung Fahrerlager Kurve, eine Scharfe rechts Kurve und steil bergauf zur Start Ziel Kurve und wieder hinunter Start-Ziel mit 120Km/h am Tacho zur Post-Kurve und das noch Weitere 8mal....
Der 2. Lauf verlief ebenso unfallfrei, das Motorrad hielt auch durch, und es machte Riesen Spaß, aber so konzentriert wie da, musste ich noch nie fahren, da geht s zu, wer da noch nicht dabei gewesen ist....
So, das waren mal meine Eindrücke, nun zu den Puch's, naja, normal gib`s da immer mehr zu erzählen, aber hier war nur ich und eine Rennpuch vom Helmut Bechtl, eine 125er TS aus 1949, am Start. Zeitmäßig bin ich 2sek schneller gewesen wie er!! Also muss die TS wirklich gut gelaufen sein, denn ich bin nicht langsam gewesen!

Ein Highlight der Veranstaltung waren die Rennmaschinen vom Willi Marewski und die Fahrer dazu, Agustini, Redman, Braun, Hiller,usw...
Da waren interessante Fahrzeuge dabei, die 3 Zylinder und 4 Zylinder MV, die 8 Zylinder Guzzi, Kurzhub Manx, 3. 4 Zylinder Gileras, Yamaha TZ, NSU Sportmax,... Die in einem Sonderlauf Fuhren, das war wirklich sehenswert!
Das Baujahr am Schottenring ging bis 1967, in allen Hubraum Klassen und 3 Gespann Klassen! Die Teilnehmer kamen aus ganz Europa und an Rennmotorrädern alles dabei, was das Herz begehrt!
Der schnellste Mann war der Engländer John Blachard, ein alter Rennhase (Isle of Man usw.), mit der Matchless G50, und der AJS Boy Racer, beide mit Seeley Rahrmen und Aufschrift auf der Verkleidung "Zurück in die Zukunft"!

Doch von alle dem hat mich eins ganz besonders gefreut, wenn man die Auslauf Rund fährt und es winken einem mit so einer Begeisterung wie ich es noch nie gesehen habe 20 000 Zuschauer zu, das wahr wirklich sehr schön!

Alles in allem zwar um einiges Komplizierter, bis man zum Fahren kommt, als in Österreich, aber nächstes Jahr möchte ich wieder fahren, und kann nur jedem entfehlen dort zu fahren, oder sich das anzuschauen!!!

Alex Linortner ©

Fahrzeugabnahme am Freitag.
 

Da steht sie und wartet auf ihren Einsatz, die Puch 175 SVS!

Wirklich eine tolle Strecke, viele Zuschauer und gut abgesichert!

Endlich schönes Wetter, dann lassen wir sie mal laufen die Puch!

Parade der ganz Großes: Nr.1 Agostini,   - Nr.4 Ernst Hiller Gilera

Roland Portmann auf einer schnellen Gilera Piuma 500!

Noch mal schnell Batterie wechseln, den am Samstag gab mal kurz.
Probleme mit der Stromversorgung der Puch!
 

Eine tolle Veranstaltung! Hier die Start-Ziel Kurve, Blanchard vor
Heumos, beide AJS.


Leider ist auch das nicht ausgeblieben, hier hat`s die Beifahrerin vom
Klaus de Monte erwischt
 

"Hall of Fame", die Motorräder vom Willi Marewski, und die
Fahrer dazu waren auch dabei!

Das sieht man auch nicht alle Tage, 3 Vier Zylinder Gileras!

DKW 350 SS, BMW RS, 3 u. 4. Zylinder MV!

Originale Moto Guzzi V 8 500, gefahren vom Giuseppe Tondero

Helmut Bechtel mit der TS am Vorstart.

Francesco Todero kurz vorm Start des Sonderlaufs mit der Moto Guzzi 350
Werksmaschine.

Helmut Braun beim Sonderlauf auf MV
 

Willi Marewski im Gespräch mit Agostini

2. Training am Samstag bei Regen.

Suzuki Kneeler Gespann aus 1971 vom Erich Bezon (CH)

Puch 125 TS aus 1949 vom Helmut Bechtel

John Blanchard (GB), schnellster mit der Seeley-Matchless G50
(K91)
 

 
letzte Aktualisierung: 24.10.2004 -S.(22)-
Die Titel - Story in Bildern und Begleittexten.

Aus einem Haufen Schrott soll sich was entwickeln!

Der Werdegang einer erfolgreichen Arbeit