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UVEX
Motorrad - Bergrennen Landshaag 2006 |
Vom Frühling ist in Österreich noch nicht viel zu sehen, es war ein sehr
langer
und schneereicher Winter. Doch schön langsam geht`s dahin mit dem
Schnee, und jeder ist schon ganz heiß drauf endlich das erste mal auf`s
Motorrad zu steigen.
Die ersten Grand Prix und Superbike Läufe sind schon wieder Geschichte,
aber bei uns denken noch nicht viele an Motorradrennen, doch dem ganz
anders in Oberösterreich, genauer gesagt in St. Martin, auf der
Legendären
Bergstrecke in Landshaag.
Bergrennen haben in Österreich ja bekanntlich viel Tradition, und wo
würden
den Bergrennen besser hinpassen als nach Österreich. Doch die Zeiten wo
man um Meisterschaftspunkte auf über 10 - 20 Bergstrecken im Jahr um die
Wette fuhr gehören schon lange der Vergangenheit an. Es ist ja immer
wieder
schade, wie solche Veranstaltungen, nicht nur in Österreich, regelrecht
aus-
gerottet werden. Doch der
MSC Rottenegg lässt sich nicht unterkriegen
und
schreib schon seit Jahren Geschichte mit diesem legendären Bergrennen in
Landshaag.
Gefahren wird in verschiedenen Klassen, wie Oldtimer, 125cc, 250cc,
500cc,
Superbike, Supersport, Superstocke, Supermoto, Sidecar und sogar Quad's,
diese Klassen dann noch mal genauer eingeteilt, und das ganze rein auf
Ge-
schwindigkeit.
Und die Geschwindigkeit hat es in sich, die Jungs donnern den Berg rauf,
in
einem Tempo, das einem die Haare zu Berge stehen lässt.
An die 250 Teilnehmer mit ihren Rennmaschinen sowie an die 15000
faszinierte Zuschauer und Presse erlebten am 8. und 9. April bei schönem
Wetter wieder mal Motorsport vom feinsten.
Am Samstag fanden die Trainings auf der 3,6 Km langen Rennstrecke statt,
leider nicht ganz unfallfrei, 5 Fahrer stürzten, einer davon musste mit
dem
Hupschrauber ins Krankenhaus geflogen werden.
Doch zum Glück gab es dann einen unfallfreien sonntägigen Renntag.
Die Rennen in Landshaag sind untrennlich mit dem Namen eines großen
österreichischen Rennfahrers verbunden, Karl Truchsess.
Truchsess ist Serien Sieger in Landshaag und nebenbei auch absoluter
Rekorthalter, seit Jahren regelmäßig in Landshaag dabei, so wäre er auch
2006 genannt gewesen, doch leider wurden seine beiden Yamaha-Geschosse
nicht fertig.
So war der Weg frei für den aus St. Peter am Wimberg kommenden Fritz
Gahleitner auf seiner blauen Superstocke Yamaha, er fuhr die schnellste
Ge-
samtzeit mit 2:27,97, bzw. die schnellste Laufzeit mit 1:13,967 (Schnitt
175,2 Km/h!).
Weiters waren auch zwei Weltmeister aus Österreich am Start, Klaus
Klaffen-
böck und Christian Parzer aus Wels mit einem LCR-Suzuki Gespann. Die
Weltmeister von 2001 fuhren die Wahnsinnszeit von 1:25,0 und Gewannen so
das Beiwagenrennen.
Da die beiden die Herausforderung und das Risiko lieben, waren sie auch
von dieser Veranstaltung begeistert, die beiden fahren ja auch die Isle
of Man,
und haben sich auch dort wieder Erwartungen auf einen guten Platz für
2006
gesetzt.
Bei den 125ern gab`s auch einen österreichischen Sieger durch Werner
Pohler auf seiner 125er Honda RS, er fuhr eine Zeit von 1:24,5, also nur
gute
10 sek. hinter dem gesamt Schnellsten auf der 1000er Yamaha, Respekt.

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Als einziger deutscher Starter bei den 125ern fuhr der Johann Karl mit
Startnr.
31 auf einer BHT 125
Weitere schnelle Österreicher bei den 125ern waren der Wolfgang
Brandstetter
(36) und der Leo Schmid (34), beide auf Honda RS 125.
Martin Loicht fuhr eine noch etwas ältere 125er Honda (33):
In der Klasse 250cc ging der Sieg nach Deutschland, an Henrik Voit (40),
der ja
auch die Europameisterschaft fährt, er fuhr mit seiner Honda RS eine
Zeit von
1:21,1.
Jedoch war der Österreicher Klaus Kofler, der für den MSV Schwanenstadt
startete, mit seiner Honda 250 (45) nur knapp um 2 sek in der Gesamtzeit
hinten.
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Supersport gewann Peter Gastinger auf Honda mit 1:18,4.
Superbike Helmut Schleindlhuber auf Suzuki mit 1:14,6
Josef Frauenschuh gewann noch die Supermoto mit 1:21,3
Die weiteren Klassen Ergebnisse auf www.bergrennen.at
Nun zu den Oldtimern, es fehlten ein paar schnelle Fahrer bei den Alten.
Wie
einer der immer schnell ist in Landshaag, Wolfgang Stropek, der frühere
GP
und Sidcar Fahrer aus Steyr mit seiner Matchless G 50 500. Oder der der
schnelle Robert Müller mit seiner Harries, wäre genannt gewesen, kam
aber
nicht, er flog ja voriges Jahr eher unsanft ab in Landshaag.
Ein ganz schneller der Szene, der Martin Loicht, fuhr diesmal nicht
Oldtimer,
sondern mit einer 125er Honda, und einer 250cc Eigenbau.
Aus Wien reiste auch ein Stammfahrer in Landshaag an, der Franz Dworak,
er fuhr einen Doppelstart, einmal mit der Aermacchi Ala d'Oro 250, und
der
450 Ducati Desmo.
Aus Deutschland kam ein weitere schneller Mann, Frank Seidl, er fuhr die
250er Yamaha TD (Schnellster der Klasse 250cc 2-T.) und eine Italjet 125
mit
Yamaha Motor. Doch mit der Italjet konnte er nicht gewinnen, mit einer
Ge-
samtzeit von 4:13,7 fuhr der Wiener Franz Kleemann auf seiner Jawa
Junior
125 noch schneller.
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Robert Zwiedl hatte leider im 1. Lauf Probleme mit seiner 125er MBA, so
wurde er hinter der Maico vom Bernhard Haider Letzter, doch er fuhr die
schnellste Laufzeit mit 2:05,4. Er fuhr damit zwar 0,6sek schneller als
Kleemann, doch gewertet wurde die Gesamtzeit.
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Mit der 250er Suzuki fuhr als einziger Vertreter aus dem Salzkammergut
der
Peter Langer, aus Bad Ischl, wo auch ich herkomme. Er wurde 2er bei den
250ern und war zufrieden mit seiner Suzuki, jedoch keine Chance gegen
Seidl
auf der Yamaha.
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Schnelle Zeiten gab`s auch bei den 500ern, Hans Steinhögl auf einer
Umbau
Replica einer Benelli 4 Zylinder 500, sollte die Benelli vom Pasolini
darstellen,
dem ist aber nicht ganz so, aber egal. Er fuhr die schnellste Zeit mit
1:35,9,
dicht gefolgt vom Deutschen Gerd Schuth, er fuhr nur gut 3sek langsamer
mit
seiner Honda RC 500. Die einzige englische Maschine am Start, die Norton
Inter 500 aus 1948 vom T. Wallach aus Wien schaffte es leider die beiden
Rennläufe am Sonntag nicht den Berg hoch, besser gesagt, sie stand gar
nicht
am Start.
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In der Klasse über 500cc siegte knapp Hans Eisschiel auf der Laverda SFC
vor Erich Zehetner auf der Stieber Kawasaki.
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Klaffenböck fuhr auf einem aktuellen LCR-Gespann die schnellste Zeit bei
den
Gespannen, doch um nur 8 sek (!) waren die Deutschen Fritz Behringer und
Hans Paßberger mit ihrem König Kneeler langsamer, Baujahr 1973. Beim
König Motor handelt es sich um den legendären König Boxer Bootsmotor,
der
wenn er geht, sehr sehr schnell geht, man sieht ja, nur 8 sek weg von
der Zeit
vom Beiwagen Weltmeister mit einem aktuellen Rennkneeler, doch wenn er
nicht gut behandelt wird, kann er einem einiges an Kopfzerbrechen
bringen.
Doch wiederum nur 1,3 sek dahinter der ehemalige Gespann Weltmeister-
schafts Fahrer Max Venus mit Beifahrer Marcus Venus aus Deutschland auf
dem Busch Yamaha Kneeler aus 1975.
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So, jetzt mal genug mit Zeiten und Ergebnissen. Wer und was noch auf
jeden-
fall zu erwähnen sein sollte, ist die Wunder wunderschöne Ducati 999 vom
August Laus. Manche würden sagen, viel zu schade so ein Meisterwerk des
heutigen Motorradbaus auf diese Strecke zu jagen, denn es sollte gesagt
werden das Hr. Laus mit diesem Geschoss die 8. schnellste Gesamtzeit
fuhr!
Doch er bewies wieder mal das Ducati's nicht nur schön, sondern auch
sehr
schnell sind. Genau das zeigt ja auch gerade der Christian Zaiser, der
heuer
mit seiner Ducati in bis jetzt 3 Supersport WM Läufen immer unter die
Top 10
kam! Zaiser fuhr voriges Jahr mit seiner Suzuki noch selber in Landshaag,
heuer war er jedoch nur aus Zuschauer anwesend.
Auch immer wieder schön anzusehen, die Wheeles und Burneouts der Super-
moto und Superbike Fahrer. Noch kurz zu den Supermoto's, ein Teil der
Supermotos starteten ja im 3 Fach Start, das heißt 3 so Geschosse
gleich-
zeitig den Berg hoch, da kann man sich schon vorstellen, was da abgeht.
Auch die Presse wie die Leute vom ORF staunten, was sich da abspielte,
wahrscheinlich haben sie sich selber gedacht, vielleicht sollten wir
doch endlich mal diese Formel 1
weglassen und richtigen Motorsport zeigen, aber
sie
waren eh brav, es gab eh einen Bericht am selben Tag im Fernsehen.
Was soll ich sagen, tolle Veranstaltung, wunderschöne und schnelle
Maschinen, super Publikum, Organisation und Sicherheit 1A, und alles
andere
was noch dazu gehörd auch, also, einfach nächstes Jahr selber hin schaun!
Dann hoffentlich wieder mit "Mr. Landshaag" Karl Truchsess und Co.
Hier noch ein paar Impressionen:
Unteranderem zu sehen Bilder vom Vorstart, Fahrerlager, Start,
Maico RS
125, Honda CB Four 500 Renn Umbau, Honda RC, Honda CB 1000 RR,
Suzuki GSX-R,....
Text und Foto: Copyright:
www.puchclub-hamburg.de /
Alex Linortner ©
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