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4. Int. Oldtimer Grand Prix Schwanenstadt 2006 Nach langem hin und her war es 2006 endlich wieder so weit, es war wieder Oldtimer GP Zeit in Schwanenstadt, genauer gesagt in Pitzenberg/Aich am so genannten Hausruckring. Eine der
schönsten Motorsportveranstaltungen in ganz Österreich brachte natürlich auch heuer wieder viele, mehr oder weniger prominente Gäste, aus dem In - und Ausland. Unteranderem standen vom 15. - 17. September 2006 wieder Leute wie Luigi Taverim (Honda), Franz Weidacher (Yamaha), Hans Braumandl (Matchless), Mühlfried Minich (Yamaha), Urban Jussel (Yamaha), und unser unvergessener Edi Stöllinger (dazu etwas später) und viele
mehr. Das Wetter war das ganze Wochenende über traumhaft. Es ging heuer zum ersten Mal bereits schon am Freitag mit der Action los, denn da stand schon das 1. österreichische Flutlicht-Supermoto auf dem Programm. Leute wie Staatsmeister Hannes Maxwald, Willi Rameis und Co drifteten über den eigens angelegten Kurs im Start-Ziel Bereich und man konnte auch ältere Motorräder bestaunen, denen Ihre Piloten mit
vollem Einsatz das Driften beibringen wollten. Unter Ihnen auch einer der Jahr für Jahr schnellsten beim Oldtimer GP, Martin Loicht aus Wien, ich selber bewundere einige Leute, doch der Martin ist einfach ein absoluter Held für mich, und dieser Ansicht bin ich zum Glück nicht alleine. Er war natürlich mit seiner Jawa einer der Schnellsten. Aber auch eine Puch war dabei, und zwar eine Puch 175 GS von Markus Helfert,
er schlug sich auch sehr wacker. Bei den Aktuellen Supermoto Stars gabs aber am meisten Action zu beobachten, Wahnsinn wie's sich die Jungs geben, allen voran unser Schnellster, Hannes Maxwald auf der KTM. Tolle Show, vor allem das Finale Flutlicht Rennen bei leichtem Regen am Freitag kurz vor 22:00Uhr.
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Oldtimer Supermoto, Viertakt + Zweitakt -24.jpg)
Willi Rameis (links) und Hannes Maxwald kurz vorm Start
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Impressionen vom Supermoto -24.jpg)
Englische Renner bei der Abnahme am Freitag -34.jpg)
Willi Lercher mit seiner Puch 250 SGSS bei der Abnahme Aber das richtige Specktakel begann dann erst am Samstag um 11:00Uhr morgens, als erstmal ein Teil, der an die 300 angereisten Teilnehmer mit Ihren Rennmaschinen,
frei gelassen wurden. Die Klasse 1 bis Baujahr 1930 war wie immer als e Erstes dran. In dieser Klasse standen einige schnelle und seltene Racer am Start, wie eine DKW SS Ladepumpe 250 vom Österreicher Gernot Gruber. Oder eine Ariel SS 500 von Petja Gnom aus Slowenien, eine Sarolea 24 U aus 1927 von Edwin Niedermaier, Scott Zweitakter und so weiter. Während die Klasse 1 jeweils Ihr Training und Rennen absolvierte,
stand die Klasse 2 bereits schon lange im Vorstartbereich. In dieser Klasse, der letzten Vorkriegsklasse, fuhren Rennmaschinen von Baujahr 1932 bis 1948 um die Wette. In dieser Klasse ging es schon ganz schön zur Sache, die beiden schnellsten der letzten Veranstaltung (2003), Mike Farrell (Rudge) und Ian Bain (Norton) konnten heuer leider nicht kommen, doch weitere schnelle Fahrer aus der Schweiz und aus Deutschland
standen am Start, um den österreichischer Thomas Fritsch aus Zell am See mit seiner Norton zu biegen. Das waren Fahrer wie Andreas Luck, Karl Dengler (beide Gilera), Jürgen Schwarzmann, Sebastian Gutsch (beide BMW). Doch auch weiter hinten ging es zur Sache, die beiden Deutschen M. Siebenhühner und G. Boschbach versuchten den Österreicher Johann Winkler (Puch S4) mit Ihren beiden Puch S4 zu zusetzen.
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Fahrerparade am Sonntag
-24.jpg) Gilera Saturno 500 aus 1944 von Walter Steiner -24.jpg)
Ladepumpen DKW SS 250 vom Österreicher Gernot
Gruber -24.jpg)
Puch 250 S4 Renner von Matthias Siebenhühner
-24.jpg) Velocette KTT Mk 8 350 vom Engländer Geoff Bloor Aber es geht ja nur intern um Geschwindigkeit, und am aller Schönsten ist es solch wunderschöne
Motorräder der Vorkriegszeit wie die Moto Guzzi Dondolino von Erhard Lienke oder die englischen Renner von Rudge, Velocette, Excelsior und Co zu bewundern. Danach kam die Klasse 3, in der auch ich mit der Puch 175 SVS am Start stand. Und ich war nicht alleine, denn es standen weitere 10 Renn-Puchs am Start. In dieser Klasse ging`s bis Baujahr 1964 und max. 350cc. Leider ging mir beim 2. Training das Benzin
kurz vor Schluss aus, da bekam der Kolben etwas ab, deshalb musste ich das Tempo in den beiden Läufen etwas verringern, doch trotzdem lieferte ich mir, mit gleichgesinnten, wie auch überlegerem Maschinenmaterial, ein wirklich schönes Rennen. Da heuer doch einige "Kleine" (sprich 125 und 175ccm) Renner am Start standen gab für meine Puch wohlbekommende Nahrung, aber auch einige 250er (nicht nur Puch's) gingen her, super, wirklich
2 superschöne und auch halbwegs schnelle Läufe bei wunderschönem Wetter. Weiter vorne fuhren die 350er und die schnellen 250er wie auch wir Ihr eigenes Rennen, ganz vorne dabei auch der Österreicher Franz Dworak (Aermacchi), Werner Spinnler (CH, Norton Manx) oder Mario Jenewein (AUT, Ducati). Seltene Stücke waren wie immer auch dabei, wie die, wenn sie geht, schnelle MZ RE 250 vom Franz Weidacher, NSU Sportmäxe, eine Moto
Morini Settebello vom Slowenen Peter Gnom, Tomos-Puch, Bultaco-Puch, Illichmann-Puch, Maico-Puch und viele mehr. -24.jpg)
Puch 125/250 Renner mit Illichmann Hinterradfederung
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Hermann Eisenbauer mit seiner geliebten
Puch 262 RS 2 Zylinder
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Alex Linortner (Autor) auf Puch 175 SVS in Schwanenstadt
-24.jpg) Norton Manx 350 vom Schweizer Werner Spinnler -24.jpg)
Moto Morini Settebello von Peter Gnom Dann wurde es schon richtig schnell und schwer, als die Klasse 4 (bis Baujahr 1964 über 350ccm) am Start stand. Unteranderem wäre auch der Gustl Auinger genannt gewesen, konnte aber leider nicht kommen. Er hätte sicher wieder alles in Grund und Boden gefahren, doch es standen mit Hans Braumandl (Matchless G50) und Walter
Wartbichler (Norton Manx) würdige Vertretungen aus Österreich am Start. Doch sie hatten es gegen die schnellen Deutschen und den netten und vor allem schnellen Engländer John Leonard Cox mit seiner Norton Manx 500 nicht leicht. Klasse 5, hier ging`s bis Baujahr 1972 und bis 350ccm. Es war ein bunt gemischtes Feld aus hauptsächlich japanischen GP Zweitaktern und italienischen Viertaktern. Aber auch
schnelle Zweitakter von Puch, Bultaco, MZ oder Greeves fanden ihren Platz in dieser Klasse. Doch einfach unschlagbar und mit Sicherheit einer der ganz großen Könner auf zwei Rädern, Mühlfried Minich auf seiner Yamaha TZ aus 1972. Er saß ganze 3 Jahre nicht am Rennmotorrad und steigt auf und lässt sie alle in seinen Auspuff schauen. Ich meine es ist nicht so das Er leichtes Spiel hatte, er hatte sehr zu kämpfen, denn Leute
wie Urban Jussel (CH), Roland Neef (GER) beide Yamaha, Martin Loicht (A, Jawa) heizten ihm ganz schön ein. Knapp dahinter ging aber auch zu, Kurt Wartbichler (SIWA), Michi Holzer (Yamaha), Franz Weidacher (Yamaha) aber auch Helmut Plank mit der Bultaco-Puch bekämpften sich ganz schön. Diese Klasse ist immer eine ganz besonders schön Anzuschauende in Schwanenstadt, da fast ausschließlich GP Rennmaschinen der späten 60er Jahre am
Start stehen. Etwas schwerer in dieser Klasse hatten es Gerhard Plank (Puch 125), Jörg Sehorz (MZ 125) und Friedrich Harbac (CZ 175) mit Ihren "kleinen" Racern gegen die Japanische übermacht. -24.jpg)
Yamaha TD 2 250 -24.jpg)
Ducati Corsa aus 1968 -24.jpg)
Geht schnell bei einer 2 Zylinder Yamaha
-24.jpg) Helmut Plank mit der Puch-Bultaco 250 RS -24.jpg)
Vorstart in Schwanenstadt (Ducati, Benelli, Honda) -24.jpg)
Jörg Sehorz auf seiner MZ RE 125
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Gerhard Plank auf der Puch 125 RS -34.jpg)
Mühlfried Minich, schnellster seiner Klasse auf der Yamaha TZ 250 -24.jpg)
Kurz vorm Start der Klasse 5
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Martin Loicht auf seiner unscheinbaren aber schnellen Jawa Junior 250
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Die Verfolgergruppe (Wartbichler 104, Loicht 118 und Neef 94) beim überrunden
-24.jpg) Franz Weidacher (92) auf der Yamaha rollt wieder ins Fahrerlager zurück -24.jpg)
Tolle Show, Minich (120) fährt Bestzeit vorm Schweizer Urban Jussel (90) Die Klasse 6, die schnellste Klasse. Viele werden sagen zu schnell, aber nur weil etwas schneller ist, muss es nicht gefährlicher sein, ist halt meine Meinung, man kann auch mit 40Km/h bei einem Autounfall ums Leben kommen. Leider passierte es gerade in dieser, der schnellsten Klasse,
dass einer von uns ging. In Wirklichkeit fehlen mir die Worte, um das Geschehene zu beschreiben. Edi Stöllinger, kam bei seiner Lieblingsbeschäftigung ums Leben, dem Renn-fahren, und zwar im 2. Training auf dem schnellsten Teilstück der Rennstrecke, er hinterließ eine lange schwarze Bremsspur. Es geschah als er gerade auf der Jagd nach der Bestzeit war, nur noch ein Deutscher war etwas schneller als er, das kann natürlich
nicht sein, und so nahm alles seinen Lauf. Doch ich bin der festen Überzeugung, dass es im Willen vom Edi war, das die Veranstaltung am Sonntag weiter geführt werden sollte, und ich auch meinen Bericht darüber schreiben sollte, ich war ja schon am überlegen ... Edi Stöllinger fuhr seine Yamaha TZ 750 (4 Zylinder), die er wenige Jahre zuvor aus Amerika herüber brachte und sie restaurierte. Leider sollte das sein
letztes Rennen gewesen sein. Es war ein wirklich trauriges Ereignis, doch die Veranstaltung musste (wenn auch mit Schatten) weiter gehen, so hätte es Edi gesehen, und so sahen es auch die Fahrer der Klasse 6. So gab es trotz alle dem ein schönes Rennen am Sonntag, der Schweizer Meister Urs Kaufmann, der Bayer Hermann Rabenbauer und der Wiener Martin Loicht lieferten sich ein wirklich hartes Rennen. Sogar Martin
Loicht (einer der Härtesten) sagte nach dem Rennen: ,,De hom jo an Vogl wia de gfohrn san, de hom s'es voi gem", damit meint der Wiener Ing. Kaufmann mit der Honda und Rabenbauer mit der BMW. Loicht hatte kein leichtes Spiel, Hauptgrund war: Er fuhr mit einer (augerundeten) 352ccm Yamha R5. Doch er konnte all das Dank seiner fahrerischen Leistung wieder wet machen und sogar im 1. Lauf als Erster über den Zielstrich
schießen, aber nur knapp, in der letzten Kurve bremste er noch Kaufmann aus (Rabenbauer verbremste sich schon zuvor). -24.jpg)
Honda CR 750 Replica vom Österreicher Thomas Schweiger
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Schneller Deutscher, Hermann
Rabenbauer auf BMW -24.jpg)
Schneller Österreicher, Martin Loich auf Yamaha
-24.jpg) Rene Droste (NL, 133) auf Seeley-Suzuki 500 -22.jpg)
Johann Steinbrenner bei der Parade auf seiner Honda 500 -22.jpg)
Start/Ziel in beim Oldtimer GP in Schwanenstadt
-22.jpg) Schneller Schweizer, Joe Kaufmann auf seiner Honda 750 Zu guter Letzt standen noch die
Gespanne am Start, diese waren in 2 Klassen unterteilt, bis Baujahr 1963 und darüber. In der Klasse 7, also bis Baujahr 1963 gab schöne Norton, Gilera, Vincent, Horex, BMW und Triumph Gespanne zu bestaunen. Aber auch wie immer die Morgan Threewheeler mit Jap Motor aus England.
-24.jpg) Gerhard Föttinger und
Maria Walz auf BMW R 69 S vorm kurz Start In der 2ten Gespann Klasse ging`s dann schon etwas heißer zu, da gaben die ex WM Fahrer Venus/Niewöhner (Busch Yamaha) und Haller/Haller (BMW) den Ton an. Sicher eine der schönsten und bestorganisiertesten Motorsport Veranstaltungen in Österreich, das ganze veranstaltet vom MSV Schwanenstadt, sein Oberhaupt Peter Eicher und viele viele Helfer. Leider etwas
überschattet vom schweren Sturz von Edi Stöllinger, aber wir werden unseren Edi sicher immer in unseren Herzen, als einen der ganz wunderbaren und netten Österreicher im Motorsport, behalten. -32.jpg)
Das Unglücksmotorrad von Edi Stöllinger, die Yamaha TZ 750 Text
und Foto: Alex Linortner Copyright:: Puchclub-Hamburg & Alex Linortner |