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In den Fußspuren von Jarno Saarinen.
Nachbau einer ganz besondern Renn-Puch
aus Finnland.
Jarno
Saarinen wurde bekannt als Yamaha-Rennfahrer in den Jahren 1970-1973.
Vordem ist er aber 7 Jahre mit Puch-Motorräder Rennen gefahren. Auf der
Straße, aber auch auf Sand- und Aschenbahnen und vor allem auch im
Winter auf dem Eis. 1965 wurde er
Finnischer Meister Eisrennen auf einer umgebauten 250ccm. Puch
Sechstagemaschine. Auf eine solche Maschine fuhr er auch Straßenrennen
bis 1965. Im Winter 1965/66 entschloss sich der vernünftige Finne, im
Tunturi Werk und mit Hilfe einiger seiner Freunde eine Eigenbau Puch zu
bauen. Mit als Basis wieder der Sechstage Puch. Auf diese neue Maschine
schlug der schnelle Finne manche Yamaha, Suzuki und Aermacchifahrer.
1969 aber war es Saarinen klar das Er mit seiner Puch keine Rennen mehr
gewinnen konnte. Er stieg um auf Yamaha……….
Der Holländer Klaas Tjassens ist ein großer Fan von Jarno
Saarinen. Nachdem er 2001/2002 das Buch “Jarno Saarinen, der fliegende
Finne / The Flying Finn” geschrieben hatte, möchte er ein folgendes
Projekt zur Erinnerung an Saarinen ausführen. Weil Tjassens’ erstes
Motorrad (1963) einen Puch 250SGS war, und er jetzt noch immer eine SGS
in der Garage hat und noch immer Herz für Puch hat, möchte er etwas mit
Puch Motorräder tun. Er hatte auch noch einen Reserve SG- Motor und
damit möchte er eine Puch Rennmaschine bauen. Klaas hatte beim Schreiben
des Buches einige schöne Bilder von Jarno’s Eigenbau 250ccm Tunturi Puch
gesehen. Und jener Maschine war für Tjassens Liebe am ersten Blick.
Deshalb entschloss er sich, eine Replika von diesem Motorrad zu bauen.
Das Original ist noch immer in Turku und Klaas machte viele Bilder von
dieser Maschine; er hatte Hunderte Stunden auf die Bilder gestarrt.
Wie gesagt, Jarno’s Rennmaschine war eine umgebaute Puch
Sechtstage-Maschine. Es war Klaas aber nicht möglich einen
Sechtstage-Rahmen zu kaufen. Deshalb versuchte er selbst einen Rahmen zu
entwerfen gleich wie Jarno’s Rahmen. Glücklicher weise könnte Herrn
Stöckl von RBO, Österreich, für ihn eine Werkszeichnung von einem
Sechtstage-Rahmen finden. Klaas änderte die Zeichnung wie einst der
Jarno sein Rahmen gebaut hat und fragte eine holländische Firma den
Rahmen zu fertigen. Der Vordergabel war ein altes Modell Ceriani und
beide Radnaben und die Hinterradschwinge waren glücklicherweise Standard
Puch. Den schönen Lufteinlass der Vorderbremse wurde für Tjassens gebaut
durch Pertti Salonen, in die 60’ er Jahren Kollege von Jarno bei Tunturi
und ihn derzeit behilflich bei allen Aluminiumteilen der Rennmaschine.
Auf den Reserve-Motor (eine SG) kaufte Klaas einen zwei
Vergaser-Zylinder bei RBO und fuhr diesen auf seiner Straßen SGS ein.
Wie der Rahmen war auch die Rennverkleidung ein großes
Problem. Markku Hietamäki, Freund von Jarno und Bauer alle
Polyesterteile, für den schnelle Finne, erzählte Klaas dass es eine
geänderte Norton Manx-Verkleidung war. Leider aber gab es in Finnland
keine Schablone für diese Verkleidung mehr. Nachdem Tjassens mehr als
ein Jahr in Holland, England und Deutschland gesucht hatte, fand er in
Turku eine Verkleidung genau wie an
Jarno’s Puch. Von dieser
wurde durch
Markku Hietamäki eine Schablone gemacht und dann eine Verkleidung.
Die meisten schönen Alu-Teile von der Saarinen-Replika
wurde gefertigt von einen Mann aus Rotterdam, Holland, der sicher
goldene Hände hat.
Manche andere Leute haben Tjassens beim bauen von seiner
Replika geholfen. So fertigte der damalige GP-Rennfahrer Aalt Toersen
(bekannt aus den 50ccm. Klasse) die geräuschvollen Megaphon - Tüten
(etwa 130- 140 dB!). Weil aber zwei von Jarno’s Freunde ihn geholfen
hatten und auch Jarmo Saarinen, der älteste Bruder von Jarno, manche
Ratschläge gegeben hat, hat Klaas dass Gefühl, das er das Bauen der
Maschine in den Fußspuren von Jarno gemacht hat.
Text: K. Tjassens / A.
Linortner
Fotos: Tjassens
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