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FIM Superside WM 2007 Schleizer-Dreieck Die Weltmeisterschaft der Gespanne, eine der spannendsten und spektakulärsten Motorsportserien der Welt.
Gefahren wird dort mit 1000ccm Viertaktmotoren, vorzugsweise aus Japan (in der WM Suzuki, Honda, Yamaha), die bis zu 200 PS leisten und eine Höchstgeschwindigkeit von 300 Km/h erreichen. In ganz Europa stehen Rennen auf dem Programm, unter anderem auch im Rahmen der Motogp oder der DTM. Hochburg der Gespanne ist England, wie der
Weltmeister Tim Reeves die letzten Jahre gut zur schau stellte. Das Starterfeld ist gemischt und hoch International, so steht auch ein Team aus Australien am Start. Ebenso kommen die Teams aus der Schweiz, England, Slowenien, Finnland, Deutschland, Isle of Man und Frankreich. Doch jetzt kommt das große UND, und natürlich aus Österreich. Es gab schon die Jahre zuvor immer wieder Weltklasse Gespannfahrer aus Österreich wie Sepp
Doppler + Bernd Wagner, den unvergessenen Weltmeister Klaus Klaffenböck + Christian Parzer, Hauzenberger,...
So stehen mit dem Team Austria auch heuer wieder 2 Weltklasse Gespanne am Start der FIM Superside WM. Bestehend aus dem Team Tirol (Josef Moser/Ueli Wäfler L.C.R. Honda) und dem Team Delta (Michael und Bernd Grabmüller L.C.R. Suzuki). Beide gehen mit
brandneuem 07er L.C.R. Rahmen aus der Schweiz an den Start, wie auch Weltmeister Tim Reeves. Das darf uns Österreicher natürlich stolz machen, mich sogar noch etwas mehr wie nur das, ich bin
heuer selber als Mechaniker beim Team Austria dabei. Daher bin ich so frei, und werde Euch heuer, mit den Jungs, auch auf unserer Seite auf dem laufenden in Sache Superside WM halten.
Hier der erste Rennbericht 2007 vom Team Delta (Wien) plus einigen Fotos meinerseits:
.jpg) Team Austria am Schleizer-Dreieck
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Josef Moser (li.) und Ulie Wäfler
.JPG) Michael und Bernd Grabmüller am Start in Schleiz
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Renntransporter Team Austria
.JPG) Ex Weltmeister Klaus Klaffenböck war auch in Schleiz am
Start, jedoch nicht in der WM, sondern nur Testen für die Isle of Man Erster WM Lauf in der Saison 2007 am Schleizer Dreieck...
So, nun ist es vorbei mit lustig. Nun war unser erstes Rennen der FIM
Superside 2007, der Worldcup Lauf am Schleizer Dreieck vor immerhin 40 600 Augen und alle schauten natürlich auf "unser" neues Bike.....OK nicht nur die Superside stand im Mittelpunkt, es gab auch andere Serien die hier ihr Rennen bestritten..
Auch dabei war das Weltmeistergespann von Klaffenböck und Parzer, die in der Gespannmeisterschaft vom Anderl ihre letzten Runden drehten für die Ilse of Man,
wo wir Ihnen viel Glück dabei wünschen.
Aber nun was ging ab am Wochenende. Angekommen am Freitag in Schleiz, hatten wir uns mal auf dem besten Platz gestellt. Da es der höchste Punkt im
Fahrerlager war, konnte unser Motorhome jeder Zuschauer sehen. Einfach eine Augenweide. Kurz nachdem unser Team das Vorzelt aufgestellt hatte, wurde unser Zelt durch einen Windböhe dorthin verfrachtet wo es
nicht sein sollte. Gott sei Dank ist niemanden was passiert und wir fanden
Zuflucht in einem Zelt. das der Veranstalter aufgestellt hatte. Danke noch
mal an die Veranstalter des Schleizer Dreieck ....
So aber jetzt wird es ernst, wie fangen wir am besten an ? Also das
Wochenende war für´n Popsch ...Na ok im Grunde fing es ja nicht so schlecht an.
Im Zeittraining versuchten wir die optimale Linie zu finden und nach einigen
Runden gelang es uns auch. Wir fuhren die 10. schnellste Zeit. Nach langen
Streicheleinheiten und gutem Zureden, deckten wir unseren dreirädrigen Bock
zu und wir genossen die gute Küche dank Raffi und Gita. Einfach ein Traum
das Essen und der Kuchen, also an alle, der kann was und was der kann !!
Am Samstag voller Energie bekamen wir (auf wienerisch) eine Watschen
versetzt, nach dem wir unsere Augen öffneten. Es regnete - wau - aber um so
näher unser 2. Zeittraining kam, um so mehr verschwanden die Regenwolken .
Wir fuhren mal mit Regenreifen raus und nachher tauschten wir noch mal und
drehten einige Runden mit den Reifen ohne Profiel. Jedoch schneller als am
Freitag schafften wir es einfach nicht. Die Strecke war einfach noch zu
nass. Aber hallo, nicht traurig sein, wir sind am 10. Startplatz und nicht
vergessen, nicht bei einem Wiesenrennen, sondern bei der WM also das passt doch mal.
So nun das erste Sprint-Rennen ist angesagt. Wir waren ja in der
zweitschnellsten Gruppe und standen zu sechst am Start. Im Grunde schwitzten wir nicht rum... 3 schnelle Runden und alle in unserer Gruppe kommen doch weiter..... also eine einfache Sache.......
Rot, dann Grün und mit pfeifenden Rädern ging es los zur ersten Kurve und
als 3. durch die Kurve. Na bitte, was will man mehr. Durch die Zweite und
was ist los.... auf einmal klopft Bernd ganz wild....... was ist los.....
Michael will es in seiner Gier nicht hören.....er will das Rennen zu Ende
fahren... jedoch Bernd klopft immer lauter....... Michael dreht sich um, um
zu schauen was los ist und was sieht er da ...oje so ein Sack hat unseren
Kotflügel geklaut.....das kann doch nicht wahr sein, wer macht so was
...nach polizeilicher Aufnahme stand fest, er wurde uns nicht geklaut,
sondern einfach von jemanden runter gefahren.. Naja was soll man machen
weinen oder lachen... aber irgend wie konnten wir beides nicht und wir
hielten halt die Daumen für unseren Teampartner...und eins müssen wir sagen,
es hat geholfen, er wurde beim ersten Rennen 5. ... Gratulation ans
Team-Tirol... Am Abend konnte Michael irgendwie nicht schlafen, es passt einfach was
nicht........
Sonntag Morgen kam die Lösung, wir wechseln die Übersetzung....
Nach kurzer Rücksprache mit unserem Big Boss Peter Küng und Josef Moser setzten wir den Übersetzungstausch auch gleich um. Das Rennen rückte immer näher. Wir streichelten noch ein wenig unseren neuen Kotflügel und legten ein Gebet ein. Liebe Gegner lasst unsern Kotflügel in ruhe, denn wir haben keinen mehr da.....
Nun war es so weit, die Ampel war grün und es ging zur ersten Kurve
und... der Kotflügel, unsere Gegner haben uns erhört, er war noch dran.
Jedoch verloren wir einige Positionen. Um Platz 14 reihten wir uns ein und
gaben gleich mächtig Gas. Von Runde zu Runde ging es uns besser und wir
machten einen Platz nach dem anderen gut. Nun waren wir schon 7.
Heeeeeeeeeeeeee wir waren auf Platz 7...... aber von vorne gezählt !!!!
Jedoch was nun, in der Runde 19 von 22....... was war da......... Michael
konnte nicht mehr schalten und musste das Bike in die Box rollen....... was
ist los...... ist er noch bei Sinnen.... so einen Platz und dann gibt er
auf!!!! Schitt, Bernd kam zu ihm ........ was war los........
Er hatte sich durch die neue Verkleidung, in der man tiefer sitzt, die
Blutzufuhr im Bein abgeschnitten und irgend wann war der Fuß taub.....Naja
einfach schade, wir waren sehr betroffen von diesem Ausfall, da wir echt gut
unterwegs waren und sogar noch die Möglichkeit gehabt hätten 6. zu
werden.......Aber was soll's man machen, das ist halt Racing.....Aber bei
nächsten mal wird das alles anders und das dauert ja nicht mehr lange....
Danke noch mal an das ganze Team für die Hilfe und Unterstützung. Auch an die Sponsoren und Fans.... einfach an alle........wir sehen uns beim nächsten
Rennen wieder.....
.JPG) Tim Reeves (re.) Weltmeister 2006 aus England
.JPG) Für Reeves war’s auch kein ideales Wochenende, viel Arbeit für seine Mechaniker…
.JPG)
Die Reifen kommen aus Japan, von Yokohama, einer kostet 300 Euro…
.JPG) Arbeiten an dem Gespann von Moser, li. Peter Küng unser Motor Tuner aus der Schweiz
.JPG) Moser/Wäfler kurz
vorm Start
.JPG) Gleich wird’s ernst, im Bild Beifahrer Bernd Grabmüller
.JPG) Fürs leibliche wohl im Team ist auch gesorgt, im Truck ist es fast wie zuhause, Schweinsbraten und alles kochen die Mädl’s
.JPG)
.JPG) Die Schweizermeisterschaft war auch zu gast in Schleiz.
.JPG) Hübsche Grid Girls dürfen natürlich auch nicht fehlen.
.JPG)
Das Sang Young Team, die beiden Australischen Meister heuer auch am Start der Superside WM
.JPG) Auch die Alten Gespanne fuhren im Rahmenprogramm um die Wette
.JPG)
Kurz vorm Start zum Goldrace am Sonntag
.JPG) Markus Schlosser, Sieger des Goldrace nach dem Rennen im Interview
Copyright Text und
Photo`s: Team Austria, Alex Linortner, Puchclub-Hamburg |